Neu: Der Autorenkalender 2010 ist daEine Quelle der Inspiration und Information für Autoren
Für das Jahr 2010 bringt der Verlag Uschtrin gemeinsam mit dem Verein 42er Autoren den siebten Autorenkalender heraus. Die neue „Bibel" für Schriftsteller.
Was braucht ein Schriftsteller, um sich auf dem harten Literaturmarkt zu behaupten? Inspiration, um gut schreiben zu können, Informationen von Profis, wie der Buchmarkt funktioniert, und jede Menge Kontakte, damit er sich an die richtigen Institutionen, Literaturagenten, Verlage wendet. All das bietet der neue Autorenkalender für das Jahr 2010. Eine Teamarbeit zwischen dem Uschtrin Verlag Sandra Uschtrin und dem Verein zur Förderung der Literatur e.V., den 42er Autoren. Jeden Tag selber schreiben und jeden Tag an ein Buch denkenDieses Team hat auch in diesem Jahr wieder einen kreativen, informativen und einzigartigen Kalender auf den Markt gebracht, der voller nützlicher Tipps und Praxiswissen ist. Nach einem Vorwort der Kalenderredaktion und von Imre Török (Bundesvorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller) und Tobias Kiwitt (Vorstandssprecher des Bundesverbands junger Autoren und Autorinnen) über Zuschussverlage, den Jahres- und Ferienübersichten geht es gleich mit dem Kalendarium los. „(1) Blumiger Männername trifft auf legasthenischen Aasvogel“ steht gleich im Feld des 1. Januars. Was ist denn das, fragt man sich zuerst verwundert. Auf Seite 121 dann die Lösung: „Florian Geyer“ (Gerhard Hauptmann). Für 365 Tage hat sich die Redaktion solche Rätsel rund um Bücher und Autoren einfallen lassen und hebt damit nicht nur die Allgemeinbildung des Kalender-Besitzers an, sondern inspiriert auch dazu, das eine oder andere Buch mal zu googeln oder reinzulesen. Eine echt witzige Idee. Der Kalender endet vor dem Adress- und Notizenbereich mit einem Produktivitätskalender. Hier kann man an jedem Tag des Jahres, an dem man geschrieben hat, zur Eigenmotivation ein Kreuzchen machen. Der zweite Teil des Kalenders ist den Gewinnern des Putlitzer Preises gewidmetEinmal im Jahr gibt es von den 42er Autoren eine thematische Wettbewerbsausschreibung. 1.000 Wörter darf der Prosa-Text nur haben und wenn er gut genug ist, dann kann man damit bis zu 150,– Euro gewinnen. Das ist natürlich nicht so hoch, wie das Preisgeld für den namensverwandten Pulitzer-Preis (rund 10.000 Dollar), aber dafür darf man als einer der drei ersten mitsamt Geschichte, Name, Bild und Kurz-Vita in den Kalender und bekommt auch sonst recht viel Presse. Der Putlitzerpreis 2010 läuft übrigens noch bis zum 15. Oktober 2009 und steht unter dem Thema „Essen“. Veröffentlichen – wie geht das und wie machen es die erfolgreichen Autoren?Der dritte Teil des Kalenders widmet sich dem „Service für Autoren“. Hier kommen recht prominente Autoren wie Andreas Eschbach, Anne Hertz, Michael Höfler, Tom Liehr oder Iny Lorentz zu Wort und schreiben praxisnah über Amazon-Verkaufsränge, Literaturagenten, das Dasein als Autor oder auch den Buchmarkt im Allgemeinen. Hochinteressante Berichte, die sich schnell im Bus oder im Wartezimmer lesen lassen. Das absolute Highlight und ein vielbeachteter „Treffer“ ist natürlich die Aktion von Rico Beutlich, einem Autorenpseudonym für eine Autoren-Scheinidentität. Unter diesem Namen wurde ein schlechter Text voller Rechtschreibfehler und ohne vernünftigen Plot an sechs Druckkostenverlage geschickt. Fünf von sechs Verlagen hielten das absolut unverkäufliche Werk für veröffentlichungswürdig – allerdings nur gegen Cash von mehreren Tausend Euro, die sich im fünfstelligen Bereich bewegten. Damit sollte aufgezeigt werden, dass solche Verlage nur eines wollen: Geld. „Wer bei einem solchen Verlag sein Traktat publiziert, könnte beides genauso gut verfeuern – das Manuskript und das viele Geld, das investiert werden muss. Verlag sieht anders aus“, schreiben Michael (Kaelo) Janssen und Tom Liehr als Schlusswort unter den Bericht. Jeder unbedarfte Autor sollte diesen unbedingt lesen – übrigens ist Näheres auch auf der Homepage der 42er Autoren zu finden. Adressen, Literaturbüro, Literaturagenturen und WettbewerbeNatürlich darf in einem Kalender, der im Uschtrin Verlag erscheint, das informative Drumherum nicht fehlen. Jede Menge interessanter Internetadressen und Informationen sind auf den hinteren Seiten zu finden. Sandra Uschtrin, die Verlagsinhaberin, hat eine der informativsten und umfassendsten Internetseiten rund um Wettbewerbe und Verlagsadressen aufgebaut. Dies kommt natürlich auch dem Autorenkalender zugute. Eine Sache könnte man an dem Autorenkalender 2010 noch besser machenZwei Dinge hat der Kalender aber nicht. Ein richtig stabiles Cover, das sich sicherlich so manche weibliche Autorin gewünscht hätte, die den Kalender in den unendlichen Weiten ihrer Handtasche vergraben will. So ist ein zusätzlicher Einband sicherlich kein schlechter Tipp für eine längere ansehnliche Haltbarkeit. Doch der Informationsgehalt steht bei diesem Kalender weit über dem Hardcover und so mancher Autorenkalender bleibt ja auch direkt am Arbeitsplatz als kleines Nachschlagewerk. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in jedem Fall fair. Und als zweites fehlt eine Jahresübersicht, in die man etwas notieren kann. Es soll ja auch Autoren geben, die zum Beispiel Lesungen oder wichtige Termine für das ganze Jahr haben, die man übersichtlich dort hinein notieren will. Da nützt eine Ganzjahresübersicht, die nur aus Zahlen besteht, nicht wirklich viel. Aber es wird sicherlich im nächsten Jahr wieder einen Autorenkalender geben – und vielleicht kann letzteres ja dort integriert werden. Das wäre das Tüpfelchen auf dem i dieses ansonsten wirklich gelungenen Kalenders. Autorenkalender 2010. Kalender. Uschtrin Verlag Sandra Uschtrin. 2009. Broschur, 240 Seiten. Euro 9,95.
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